History
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Abb. 1 Fundplatzmuseum Jinsha in Chengdu, Provinz Sichuan. Halle über der konservierten offenen Ausgrabung, um 1000 v. Chr.
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Abb. 2 Fundplatzmuseum Sanxingdui, Kreis Guanghan, Provinz Sichuan. Bronzeplastik, Gesamthöhe: 262 cm, ca. 1500-1000 v. Chr.
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Repräsentative Fundplatzmuseen werden in China wie in Deutschland zunehmend zu Orten anschaulicher Vermittlung und nachhaltigen Erlebens lokal-kultureller Identität. Offiziell am 16. April 2007 eröffnet, wurde das Jinsha-Museum im Herzen der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Sichuan mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit dafür ein herausragendes Beispiel. Für den Erhalt des Platzes wurde ein innerstädtisches Autobahnkreuz verlegt. Vor allem Goldmasken und Skulpturen sowie Spuren von Elefantenkulten, die direkt mit den Bewohnern des Chengdu-Tales vor 3000 Jahren in Verbindung gebracht werden, ziehen enorme Besucherströme an. An Sonn- und Feiertagen mit freiem Eintritt erlebt das Museumsgelände mit 300.000 m2, für dessen Anlage etwa 4 Mio. verwand wurden, ca. 50.000 Besucher pro Tag. Eine Halle überspannt die offen konservierte Grabungsfläche von 7588 m2, über die die Besuche auf Stegen und Treppen geführt werden (Abb. 1). In der Ausstellungshalle sind Funde und Rekonstruktionen auf 5000 m2 Ausstellungsfläche zu besichtigen und zu erleben. Dazu gehören großformatige Landschaftsrekonstruktionen, dreidimensionale lebensgroße Szenen sowie ein 4D-Film mit physischen Effekten. Der Audio-Guide
wird in sieben Sprachen angeboten, die Website in Chinesisch und Englisch. Bis Ende 2008 erschienen zu Jinsha mehr als 1000 Artikel in chinesischen Tageszeitungen und Zeitschriften und etwa 500.000 Internetlinks zu Jinsha sind registriert worden.
Noch bekannter als Jinsha ist der nahe gelegene Fundplatz Sanxingdui, wo Mitte der 80er Jahre riesige Bronzemasken und eine überlebensgroße Bronzeskulptur entdeckt wurden (Abb. 2). Sie gehörten offensichtlich zu einer reichen Tempelausstattung, die man aus unbekannten Gründen in zwei Gruben mit einer großen Menge Elefantenstoßzähnen rituell bestattet hatte. Das Museum Sanxingdui gehört mit 7000 m2 Ausstellungsfläche inzwischen zu den größten Fundplatzmuseen Chinas.
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